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MIRON ZOWNIR

PHANTOMANIE — Trailer 2:32 min

Regie: Miron Zownir | HD | Farbe | 83 min | Divine Appointments Production | Berlin 2009

PLOT: In seinem neuen, in Berlin gedrehten Spielfilm lässt der deutsch-ukrainische Filmemacher, Fotograf und Autor Miron Zownir zwischen eigensinniger Komik und klaustrophobischer Übersteigerung die Seelen seiner schrägen Figuren aufbrechen und zeigt das Leben als „eine mit falschen Versprechungen zusammengeflickte Wunde ..."

Was immer Larry angeht, geht schief. Trotzdem spielt sich der gestrandete Misfit als großer Durchblicker auf. In Wahrheit jedoch steuert Larry — frisch aus der Klapsmühle entlassen — immer weiter steil abwärts. In die Enge getrieben von seiner Freundin Lilly, die ihn mit ihrem fanatischen Kinderwunsch nervt, unter Druck gesetzt von seinem Kreditor Kokser und auf der Flucht vor einem ominösen Pfaffen, der die Bibel allzu wörtlich nimmt, sucht Larry ausgerechnet Hilfe bei Bruno, einem obdachlosen Pendler zwischen Traum und Wirklichkeit. Enttäuscht von ihrer fruchtlosen Beziehung zu Larry, flüchtet Lilly sich in Wahnvorstellungen, die ihr deformiertes Innenleben wie in einem Zerrspiegel enthüllen. Sie besorgt sich eine Waffe, um sich von Larry zu befreien...

Neben neuen deutschen Talenten wie Vivien Bullert (Lilly) oder George Nickels (Larry) und international bekannten Schauspielern, wie Hans Michael Rehberg, Natalia Avelon oder Geno Lechner, bringt Miron Zownir auch den lange in Vergessenheit geratenen mittlerweile 76-jährigen Bruno S. nach vielen Jahrzehnten in einer maßgeschneiderten Rolle auf die Leinwand zurück. Bekannt geworden war Bruno S. 1975 durch seine Darstellung des Kaspar Hauser in Werner Herzogs Filmen „Jeder für sich und Gott gegen alle" und „Stroszek".

Auch Berliner Musiker/innen wie Gina D'Dorio (Cobra Killer), der unverwechselbare Elekro- Muskel- Punk Rummelsnuff, sowie andere charismatische Laiendarsteller aus Zownirs Umfeld sind in kleinen Nebenrollen zu sehen, so u.a. Mathilda Wolf und Dietmar Kirves.

Bei diesem Projekt arbeitet Zownir erstmalig mit dem Kameramann Philip Koepsell, („The Road to Nod", „The Folksinger") zusammen, der neben zahlreichen Musikvideos auch den Dokumentarfilm „Zownir- Radical Man" gemeinsam mit dem deutsch-südafrikanischen Regisseur M.A. Littler gedreht hat.

Die Filmmusik für Zownirs neuen Spielfilm hat das Berliner Soundgenie Alec Empire komponiert und produziert. Empire startete seine Karriere als Begründer der Band Atari Teenage Riot, schuf parallel zahlreiche Solowerke und arbeitete u.a. mit Kollegen wie dem japanischen Noise-Musiker Masami Akita (Merzbow), der Berliner Kultband Einstürzende Neubauten, Björk, Slayer, Rammstein, Nine Inch Nails.

MIRON ZOWNIR, geboren 1953 in Karlsruhe. Begann mit seinen fotografischen Arbeiten Ende der 70er Jahre in der Punk-Szene Berlins. Später ging er nach New York und fotografierte dort die "Wild Side", die Sexpiers am Hudson mit ihrer Szene aus Nutten, Schwulen und SM-Fetischisten. Anfang der 90er bereiste er die ehemalige Sowjetunion, wo er den rapiden sozialen und moralischen Verfall mit Bildern von Obdachlosen, Straßengangs und Mafiosi dokumentierte. — Lebt in Berlin.  mehr

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